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Fische 19.02- 20.03

Psychologische Porträts Tierkreiszeichen
Wie die alte indische Weisheit lehrt, befindet alles in der Welt in einem von drei Zuständen (Trimutri): Schöpfung, Gestaltung und Zerstörung. Dementsprechend auch jedes von den vier Elemente ist in der Welt in drei Zuständen vertreten, die mit Sternzeichen symbolisiert sind.
   Feuer-Dreieck sind Widder, Löwe und Schütze, Erde-Dreieck sind Stier, Jungfrau und Steinbock, Luft-Dreieck sind Zwillinge, Waage und Wassermann, Wasser-Dreieck sind Krebs, Skorpion und Fische.
    Zur Zone der Schöpfung gehören Widder, Stier, Zwillinge und Krebs. Sie heißt noch Brahmazone: Brahma ist der Gott der Schöpfung der Welt. In der Zone stellen die Zeichen einen anfänglichen, noch groben, aber dafür unbefangenen, leuchtenden und offenherzigen Ausdruck entsprechender Elemente dar.
     Zur Zone der Gestaltung gehören Löwe, Jungfrau, Waage und Skorpion. Das ist die Vishnu Zone. Vishnu ist der Gott der Erhaltung/Bewahrung der Welt. In der Zone der Gestaltung stellen die Zeichen die stärkste und ausgeprägte Erscheinung der Elemente dar. Hier sind schon die Elemente sich bewusst.
    Zur Zone der Auflösung gehören Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische. Das ist die Shiva Zone. Shiva ist der Gott der Zerstörung der Welt. In der Zone der Auflösung zeigen sich die Elemente viel feiner.

Fische.
Element Wasser; Auflösungszone; beweglichezeichen;
Herrscher Neptun und Jupiter;  im Exil Merkur;  in Erhöhung Venus und Chiron.
Mensch der Fische.
Die Fische sind das letzte Sternzeichen und symbolisieren im Ganzen den Übergang in die nächste Windung der Evolutionsentwicklung. Aber sie symbolisieren nicht den Tod, wie Skorpion, der das Wasserelement in der Zone der Verwirklichung darstellt, sondern einen fließenden, plastischen, manchmal fast unmerklichen Übergang zum nächsten Zustand. Astrologen sagen, dass Sternkreis in den Fischen stirbt; von der niedrigen Fischoktave wird gesagt, dass sie eine Mülltonne des Sternkreises ist. Beides ist Folge der seltsamen Plastizität, Aufnahmefähigkeit und Mitleidigkeit der Fische (bewegliches Kreuz), die manchmal zum Verlust eigener Identität führen. Die Fische haben Bestandteile von allen Sternzeichen, aber die entwickelten Fische sind ganz sicherlich nicht deren Sammlung. Durch sie läuft eine feine Transformierung der Realität, die von den Fischen eine sehr tiefe Aufnahme verlangt und nach dem Gesetz der Gegenseitigkeit funktioniert: die Situation, die auf die Fische wirkt, ändert sich auch. Aber der Grad der Einwirkung der Fische auf die Realität hängt von ihrer Entwicklungsebene ab, und auf der niedrigen Ebene unterliegen die Fische (scheinbar) völlig der Umwelt und können überhaupt nicht auf sie wirken.
Der erste Eindruck ist aber nicht gerecht. Die niederen Fische spielen eine Rolle der Ölung in Scharnieren der gesellschaftlichen Mechanismen und Situationsmechanismen und sind oft die schwarzen Lehrer, die mit dem Prinzip „stoße den Fallenden“ als Verführer auftreten; mit ihrer Plastizität und Bereitschaft zu völliger Unterlegung aktivieren sie das niedere „Ich“ in dem Umkreis und führen die instabile Situationen zu schnellem und vollem Scheitern und Zerfall, nach dem  die Fische ruhig weiter mit dem Strom schwimmen, ohne sich über ihre Tat zu genieren.
Wegen ihrer inneren Plastizität sind die Fische sehr sensibel zu dem Umfeld, in dem sie sich befinden. Die niederen Fische mögen trübes Wasser, sie fühlen sich im klaren Wasser ungemütlich und versuchen immer den trübsten Platz zu finden; die entwickelten Fische dagegen hinsiechen in trübem Wasser  und ersticken, aber beide beschäftigen sich nie mit zielgerichteten Eigenschaftsänderungen des Umfeldes: wenn den Fischen schlecht wird, schwimmen sie einfach fort.
Am leichtesten ist für die Fische in ihre Traum- und Fantasiewelt wegzuschwimmen; keines von den Sternzeichen ist mit dem Unterbewusstsein so stark verbunden und kann die Umwelt so fein und effektiv in Einklang mit seinen Vorstellungen und Wünschen mittels entsprechender Verzerrung der Aufnahme bringen, wenn grau scheint weiß, schwarz oder blau entsprechend der unterbewussten Anweisung der Fische. Andererseits können die entwickelten Fische ihre innere Welt und ihren emotionalen Zustand nach Außen leiten und damit stark die Menschen und Situationen beeinflussen; aber das passiert wie von selbst, unaufdringlich, fast unbemerkbar für das Bewusstsein.
Die Fische sind sehr emotional sogar zu emotional, sie reagieren auf nichtigste Reize, was sich negativ auf ihre Psyche auswirkt. Dafür haben sie auch viele Schutzmechanismen; bei den wichtigsten von denen sind die oberflächliche Emotionalität und der emotionale Eskapismus. Tiefe Gefühle werden mit flachen ersetzt, womit das Wesen geschützt wird; mit so einem Menschen ist schwer zu tun zu haben, weil man sehr leicht seine emotionale Reaktion erreicht, aber das bedeutet gar nichts; in sein Inneres ist sehr schwer einzudringen, weil die Emotion an sich eine schützende Trübe ist, durch welche die weitere Tiefe schwer zu erkennen ist. Der emotionale Eskapismus ist eine Position mit der These: “Dich anzusehen ist so qualvoll, dass ich besser gehe“. Für die Fische ist wirklich schwer, Leid der Anderen anzuschauen, aber wenn sie das aufmerksam genug machen, geht dem Menschen besser, und die Fische erleben starken seelischen Aufstieg: erstens, sie können unmittelbar die Minderung der Last (von Schmerz, Leid usw.) fühlen, die an dem Menschen hängt, was sie in eigenen Augen sehr hoch anhebt (und auch emotional), und zweitens, sie bekommen eine sofortige energetische Unterstützung von ihrem Egregor, mit dem die Fische eine intimere Verbindung haben können als alle andere Sternzeichen.
Die karmische Hauptaufgabe der Fische ist es, jedem Menschen in jeder Situation das Gefühl der Göttlichen Präsenz zu bringen. Jeder Mensch, unabhängig von seiner Evolutionsebene, kann manchmal aus dem Augenwinkel sehen, eher fühlen die Welt so, wie sie die hochentwickelten Seelen sehen können, die mit Seligkeit und Harmonie gefüllt sind, und sich als Teil dieser Welt und nicht als zufällig mit dem Wind hergebrachtes Abfallstück, das keiner braucht. Solche Erfahrungen geben dem Menschen die Kraft weiter zu leben und schöpfen, ohne das Glauben an sich und die Evolution zu verlieren. Wenn die Fische auf einen Menschen oder eine Situation eingestimmt sind, haben sie die Fähigkeit, seinen (manchmal sehr feinen) Verbindungskanal zu dem hohen Egregor, der üblicherweise Gott genannt wird, zu finden und zu aktivieren. Deswegen sind die Fische ein Hauptlügner des Sternkreises, weil das ungewöhnliche Erlebnis, welches sie hervorrufen können, nicht der Realität gehört, sondern der weit entfernten Zukunft der Seele, wenn sie sich von vielen ihren äußeren Schichten befreit und die Persönlichkeit von ihren Unvollkommenheiten.
Die Möglichkeit sich in jede Situation einzuordnen ist mit dem Können der Fische aufrichtig zu bitten verbunden, was von dem Menschen nach der Fähigkeit verlangt, den anderen auf die eigene (oder eine höhere) Evolutionsstufe zu stellen. Dabei kann der Mensch, der Hilfe geleistet hat, die Gnadengabe erhalten; für die höheren Fische war in der Vergangenheit das Leben armer Mönche selbstverständlich.
Die niederen Fische können auch gut bitten, aber innerlich stellen sie sich höher als der, den sie bitten; diese Position heißt „Erniedrigung ist schlechter als Stolz“. Insgesamt ist das Problem der Selbstbehauptung, des Stolzes und Hochmuts sehr kompliziert für die Fische, weil sie sich schlecht von der Situation absondern können, in der sie sich befinden, und es ist ihnen schwer zu sagen, welche Schuld sie genau haben und was ihr Verdienst ist.
Im Bereich des inneren Lebens besteht die Besonderheit der Fische darin, dass ihnen sehr schwer ist, ihr höheres und niederes „ich“ zu unterscheiden und verschiedene Unterbewusst Programme zu definieren. Innerlich sind sie dermaßen plastisch und fliesend, dass ihre Psyche ihnen lange Zeit als ein Ganzes scheint, das keine Strukturierung braucht und sie nicht zulässt. Das Symbol des Fischzeichens sind zwei Fische, die in gegengesetzte Richtung schwimmen und den hohen und niedrigen Anfang des Menschen bedeuten; innerlich sind die Fische aber sehr ganzheitlich, sie gehen nach oben auf dem Weg der Evolution und senken in die Tiefe der Unzucht immer ganz, ohne qualvolle innere Zerrissenheit. Andere Sache ist, dass für die Fische, wie für jegliches bewegliches Sternzeichen, das Problem der Selbstbestimmung, der Suche nach innerem Kern aktuell ist, wobei das oberflächliche Hin-und-Her-Rennen von Hohem zum Niedrigen und zurück charakteristisch ist.
Das Problem der Selbstaktualisierung und der Suche nach unikalen Merkmalen in sich wird bei den Fischen damit erschwert, dass sie die Farbe von jeglichen Menschen oder Situationen mit Leichtigkeit übernehmen, wandeln sich aber nicht in die um; ihre Eigenartigkeit besteht in feinem Charakter der Transformierung, der die Situationen unterworfen werden, in die die Fische und die Menschen, die mit den Fischen kontaktieren, geraten; das zu begreifen ist natürlich sehr schwer, besonders in der Jugend.
Von der energetischen Sicht führt die Plastizität der Fische zu einem doppelten Effekt: sie sind Allesfresser, aber auch Lieblingsopfer von verschiedenen Vampiren, Manipulatoren und schwarzen Lehrern. Man kann sie wie man will manipulieren (bis sie wegschwimmen, wonach man sie nicht mehr fangen kann), aber sie besitzen eine große Fähigkeit zur Regeneration und den Zutritt zu unerschöpflichen Quellen der kosmischen Energie, weswegen sie leicht zum bequemen Abtreter für die Füße werden können, die vom niederen Astral verschmutzt sind; aber auch hier sind ihre Möglichkeiten nicht unbegrenzt: wenn ihr Herrscher ihnen überdrüssig wird, bringen sie ihn in Versuchung, auf sie einen ganzen Haufen von ganz und gar unerträglichem Dreck auszuschütten, wonach sie (wie wegen Lebensnotwendigkeit) für immer oder für Zeitlang wegschwimmen.
Die höheren Fische können große seelische Lehrer werden, die ihre Schüler in die tiefste Geheimnisse des Geistes einweihen, aber dafür müssen sie einen langen Weg der Formierung des inneren Kerns zurücklegen, der die feine Transformierung der Realität leitet. Diese Aufgabe zu erledigen hilft den Fischen das in ihrer Tiefe verborgenes Feuerelement, das ihnen Enthusiasmus, Menschenliebe und ewige Energie der Barmherzigkeit gibt.
Neptun als erster Leiter der Fische gibt der höheren Oktave des Sternzeichens die Einbeziehung in die Hauptform der kosmischen Liebe, die eigentlich alle Fische bewegt, obwohl sie es gar nicht gleich begreifen. Mit Neptunleitung (und dem Feuerelement) ist die Tatsache verbunden, dass die Fische ein sehr warmes Zeichen sind; sie sind immer freundlich und hilfsbereit. In der niederen Oktave gibt dieser symbolische Aspekt verschiedene Glückselige, Narren in Christo usw., die die Menschenliebe genießen und (auf ihrer Ebene) in bestimmte mystische Geheimnisse einbezogen sind, obwohl auch geistig minderwertig.
Neptun macht die Fische zu Träumern und Mystikern, die zu unmittelbarer Kommunikation mit dem Astralplan der feinen Welt neigen; das ist das Zeichen der Spirituellen, Wahrsager, Mediums, Astrologen mystischer Richtung usw. Gleichzeitig lenkt Neptun die Interessen der Fische auf ihr Inneres, zu geheimnisvollen Prozessen des psychischen Lebens und den Kräften des Unterbewusstseins, was sie zu natürlichen Psychologen, Psychotherapeuten, Psychoanalytikern, Psychiatern und Geistlichen mit psychologischer Neigung macht. Auf der höheren Ebene gibt Neptun den Fischen einen Impuls zur geistig-religiösen Suche, besonders im Umfeld der mystischen Religionen, die an einen unmittelbaren Kontakt mit den höchsten Kräften und Energien orientiert sind.
In der niederen Oktave der Fische zeigt sich der Neptuneinfluss in starker Verzerrung der Weltwahrnehmung, zahlreichen Phobien, Neigung zur Selbsttäuschung, Fähigkeit gleichzeitig in mehreren Realitäten zu leben, von denen eine mit der konventionellen übereinstimmen kann (dann wird gesagt: seltsamer Mensch), kann aber auch keine einzige übereinstimmen, dann kommen die Fische in die Hände der Psychiater. Aber die Hauptprobleme der Fische sind die inneren, sie müssen ihre äußere Eindrücke mit ihrer reichen inneren Realität irgendwie in Zusammenhang bringen und eigene bestimmte Beziehung zum Geschehen innerhalb und außerhalb von ihnen erarbeiten, wofür sie hohe Orientiere brauchen, höhere als andere Sternzeichen benötigen und als ihnen am Anfang scheint. Wenn sie das nicht machen, fangen sie an zu sich hin und her zu werfen, aber keine äußeren Anstrengungen können den Fischen die schwere innere Arbeit ersetzen; nicht umsonst wirken auf die Menschen mit starkem Einfluss der Fische die psychotropen Medikamente nicht, oder rufen unvorhersehbare Reaktionen hervor.
Jupiter als zweiter Leiter der Fische gibt der höheren Oktave des Sterneichens einen kosmischen Klang. Die hohen Fische begreifen ihre Mission nicht nur als eine feine Transformierung der Realität und nicht nur als Verbreitung der kosmischen Liebe, sondern als ein allumfassendes Programm, das alle Tierkreiseinflüsse in sich synthetisiert. Jupiter gibt den Fischen praktisch unbegrenzte Einflusssphären, keiner bleibt zu ihrem seelischen Verständnis und umhüllender Aufmerksamkeit gleichgültig. Derselbe Jupiter gibt den nichtdurchgearbeiteten Fischen eine eigenartige Überheblichkeit: Ohne etwas zu verstehen und zu können, fühlen sie sich an Vielem beteiligt und empfinden ihre bescheidene Rolle als Hauptrolle, denn ohne sie (so scheint es ihnen) kann man nicht auskommen. Jupiter gibt den Fischen immer die Möglichkeit einer Kompensierung in Form einer neuen Strömung oder eines Kolks und unerschöpfliche Menge Mitleid, Liebe und Nachlässigkeit, welche die Fische einer unbewusst breiten Ansicht auf Dinge verdanken sollten, deren sie sich selten bewusst sind, aber de facto oft demonstrieren. Aber derselbe Jupiter kann den Kontakt der Fische mit der feinen Welt plötzlich abbrechen und sie zwingen, ihren Lebensraum zu ändern, wenn er meint, dass sie in diesem Raum keine notwendigen Änderungen zu schaffen imstande sind. Subjektiv erleben die Fische es so, dass sie plötzlich nicht mehr ihre Lage dulden können und fangen an zu ersticken; aber der objektive Zustand besteht darin, dass jedem Menschen der Fische (karmisch) eine Rolle des feinen Abortgrube Räumers zugeteilt ist in einem Lebensraum mit bestimmtem Verschmutzungsgrad, mehrere kann er allerdings nicht länger aushalten. Wenn aber die Fische in einen saubereren Lebensraum geraten als den, vorauf sie gerechnet sind (was die Evolutionsebene der Fische bestimmt), bekommen sie starken Wunsch das Wasser zu vertrüben, jemanden verführen usw. Wenn es ihnen nicht gelingt, wird den Fischen langweilig und übel und sie beeilen sich wegzuschwimmen, um einen geeigneteren Lebensraum zu finden.
Die Merkureinsperrung in den Fischen zeigt, dass was die Fische den Menschen sagen möchten, nicht in Worte zu fassen ist, wenigstens nicht unmittelbar. Die typischen Fische sind einem Hund ähnlich, der alles versteht, aber nicht aussprechen kann. Gleichzeitig sind die Fische in Fremdsprachen sehr begabt, lernen sie aber nicht mental, wie die Zwillinge, sondern vertiefen sich in die Sprache wie in einen Lebensraum; wenn sie es schaffen, fangen die Fische an ungezwungen und ohne Akzent zu sprechen. Aber das letztere bedeutet nicht, dass sie die Liebe und Mitleid zu den Menschen, die in ihrem Herzen liegt, ausdrücken können; dafür benutzen die hohen Fische die symbolische Sprache der Kunst (besonders, wenn Venus in den Fischen steht oder sie aspektiert) und die mittleren Fische begehen Handlungen, die nicht nach dem direkten Sinn anzunehmen sind, sondern immer teilweise symbolisch, auch wenn die Fische das nicht meinen. Die unentwickelten Fische sind oft sehr geschwätzig (besonders wenn ein Quadrat zu Zwillingen da ist), aber dann dient ihre Sprache nicht zur Mitteilung ihrer Gefühle oder wahren Gedanken, sondern zu ihrer Maskierung.
Bei Beschädigung ist die Neigung zu geschickter Lüge mit Hilfe des Redenflusses wahrscheinlich, der oft magische Qualitäten besitzt und den Gesprächspartner buchstäblich fesselt. Die karmische Aufgabe für diesen symbolischen Aspekt besteht darin, dass die Fische lernen müssen deutlich zu sprechen und mit genauen Worten ihre Ansicht der Welt auszudrücken und den Menschen die Göttliche Offenbarung weiterzuleiten, die ihnen in wortloser Form anfänglich gegeben wurde. Wenn das den Fischen gelingt, können sie mit Hilfe der Sprache (die von Natur aus sehr plastisch ist und eine enorme Übertragungskapazität besitzt) das ausdrücken, was nur der Feder der wahren Dichter zugänglich ist.
Die Venuskulminierung in den Fischen symbolisiert, dass die entwickelten Fische die Welt mit Hilfe der Kunst mit einer Offenbarung segnen. Die Fische sind zu plastischen Kunstarten geneigt: Musik, Malerei (wo der Hauptakzent nicht in Formen und Linien ist, sondern in der Farbskala), Literatur emotionaler symbolischer Art usw. Mit Hilfe der Kunst zeigen die Fische den Menschen die Harmonie der Welt, die die Menschen selbst nicht imstande zu sehen sind.
Die hohen Fische erschaffen Kunstwerke, die die Menschen geistig erhöhen und nicht nur meditativ (zum Zeitpunkt der Bildanschauung), sondern auch seins mäßig – er ändert sich wirklich, fühlt und versteht etwas und kann dann nicht mehr wie früher leben und die Welt sehen.
Die unentwickelten Fische sind sehr zu emotionaler Konsumierung der Kunst geneigt; sie fühlen sie sehr gut und können dabei in einer oberflächlichen Meditation ausflippen, die wesentliche Momente nicht berührt – ausschließlich um sich zu vergnügen, also die Energie des Kunstwerkes (und des Egregors) geht umsonst verloren. Konsumeinstellung zu den Kunstwerken ist Vampirismus und die Fische müssen (karmisch) allmählich diese Versuchung überwinden; die richtige Einstellung zu der Kunst (nicht nur für die Fische) besteht darin, dass die Interaktion mit ihr eine Arbeit ist und wenn sich der Mensch infolge dieser Interaktion nicht geändert hat, dann war diese Arbeit umsonst. Für die Konsumeinstellung zu der Kunst zahlen die Fische teuren Preis: ihr Geschmack und sie selbst degradieren allmählich und sie werden von gröberen und einfacheren Vergnügungen angezogen.
Venus macht auch die soziale Erscheinung der entwickelten Fische aus; sie beschäftigen sich oft mit Wohltätigkeit, sehen ihre Mission im Kampf für Frieden, Völkeraufklärung usw. Hier zeigt sich die kosmische Liebe indirekt und, wie es scheint, naiv, aber das sind nur die ersten Schritte der wahren Eröffnung dieses symbolischen Aspektes.
Die Venuskulminierung bezieht sich auch auf das Problem der Ethikwahl für die Fische.
Plastizität der Fische führt zu der Plastizität ihrer Ethik; die unentwickelten Fische befinden sich unter zu starkem Einfluss der umgebenden Situation, und hier gibt Venus wunderbare soziale Anpassung zulasten der Positionsbestimmtheit: es scheint den Fischen, dass nur sozial angenommenes Benehmen (und nur es) ethisch ist. Den entwickelten Fischen gelingt es mit Venushilfe in ihre Ethik ein ästhetisches Kriterium einzuschließen, so ohne ihre Plastizität zu verlieren, werden sie sich ziemlich bestimmt benehmen, werden unschöne Lage und Situationen vermeiden.
Die Chironkulminierung in den Fischen gibt der niederen Oktave des Sternzeichens außerordentlichen Chaos der Lagen und Situationen, in welche sie geraten; alle Fische finden sich am Weganfang im trüben und schlammigen Wasser, in dem das Licht zu erblicken für sie ziemlich schwer ist. Gleichzeitig gibt der Chiron den Fischen (am Anfang unbewusste) ungewöhnliche Ansicht auf das Geschehen; sie fühlen, dass die kosmische Liebe, die durch sie strömt, etwas ganz bestimmtes, obwohl auch (für sie) noch unverständliches macht, und sie haben wenigstens den offenen Geist und sind nicht voreingenommen in Bezug auf viele feinen Effekten und kosmischen Erscheinungen.
Den hohen Fischen gibt Chiron die Möglichkeit eigenes Unterbewusstsein zu erforschen und gewisse Ordnung in seiner Struktur zu schaffen, das höhere und niedere „ich“ zu trennen (was für die Fische viel schwerer ist, als für die anderen Sternzeichen), danach die Ethik formieren und die Beziehungen und Struktur der Egregore erforschen, welchen sie dienen.
Chiron gibt den entwickelten Fischen die Möglichkeit eines mittleren Benehmens zwischen den Fischen der niederen Oktave (volle Unterlegung den Umständen) und den Fischen der höchster Oktave (neptunische Fische), die alleine mit ihrem Dasein heilige Liebe und Schauer hervorrufen, aber genauso passiv sind.
Die chironischen Fische können sich hervorragend jedem Menschen und Umstand anpassen, aber ihr Benehmen ist überlegt und sie passen sich in dem Maße an, in welchem sie es für notwendig halten; dann können sie die Wirkung Chirons als Ruhestörer einschalten und mit seiner praktischen Hilfe genau durchdachten Manöver gegen den Strom machen mit dem Ziel der Erweiterung des Bewusstseins (individuellen oder kollektiven) oder Zerstörung dessen ausgedienten harten Formen. Chiron gibt den Fischen die Möglichkeit eine Zwischenethik während des Übergangs von niederer Oktave zu höherer zu erarbeiten; mit anderen Worten, er gibt einen Kompass, dem folgend die Fische, die in schlammigem trübem Wasser irren, zu den Fischen kommen können, die in ausschließlich sauberem Wasser leben und allein mit ihrem Dasein das Wasser säubern. Diese Zwischenethik schließt die Aufmerksamkeit zu umliegender Realität ein und bestimmte praktische Aktivität ein, hinter der intuitives Verständnis ihres höchsten Sinnes steht – Verbreitung der (auf dieser Ebene scheinbar gnadenlosen) kosmischen Liebe in der Welt.
Die Situation der Fische schließt verschiedene Trance, Ausgänge in andere Räume, Rauschzustände, Gruppen- und Individualgebete mit submisser Laune ein, wenn der Mensch (und Kollektiv) dem Willen des Stroms unterliegt, in den er gerät.
Niedere Oktave der Situation der Fische ist mit Armut, erniedrigendem Betteln „um Christi willen“ usw. dargestellt. Die Fische werden immer eingeschaltet, wenn der Mensch nach dem Willen der Lebensströmung schwimmt, alles ihm Geschehende verloren gibt und sich mit dem Unausbleiblichen aussöhnt. Die Demütigung unter dem Druck der überragenden äußeren Kräfte gehört zur niederen Oktave der Fische; die höhere Oktave setzt Demütigung des niederen „ich“ vor dem höheren voraus, besonders während der Rebellion des niederen.
In alltäglichen Situationen werden die Fische der mittleren Oktave in Momenten der ziemlich dreckigen Versöhnungen eingeschaltet unter dem Motto “Besser ein mittelmäßiger Frieden als ein glorreicher Krieg“, wenn beide Kriegsparteien müde von den Kämpfen sind und ohne die Positionen zu vereinbaren, sich doch ausruhen wollen und bisschen in Frieden leben. Die höheren Fische schalten sich nur dann ein, wenn die Kriegsparteien wahre Reue empfinden und ihre Positionen vereinbaren. Man muss beachten, dass die hohen Fische sehr mäkelig sind und nie in dreckiges Wasser kommen, was ihrer kosmischen Barmherzigkeit nicht widerspricht: demjenigen, der sie benötigt, schicken sie ihren Verwandten hin, der von niedrigerer Evolutionsebene ist und der Ebene des Menschen und der Situation entspricht: nicht der Heilige wird die von dem Kunden gekränkte Prostituierte trösten, sondern ihr eigener Zuhälter.
Die Situation der höheren Oktave ist eng mit dem Prinzip verbunden: „Wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die andere hin“ – wenn ihn ein ziemlich entwickelter Mensch anwendet, der dabei seine Beleidigung oder verdeckte Aggression nicht unterdrückt. Die (karmische) Vergeltung kann sehr stark sein, weil unmittelbar von dem Egregor durchgeführt wird: im besten Fall wird der Beleidiger von seinem Gewissen geplagt, im schlimmsten – ihm steht langes Leiden bevor; die Vergeltung des Egregors an die Menschheit nach der Kreuzigung Jesu dauert schon zweitausend Jahre.
Die harmonischen Fische demonstrieren auf allen Evolutionsebenen bemerkenswerte Fähigkeiten sich dem Lebensraum anzupassen; manchmal scheint es sogar, als ob selbst der Lebensraum sich ihnen anpasse.
Die harmonischen Fische (wenn die im Zeichen stehenden Planeten wenig gespannte Aspekte bilden) ist sehr schwer im Gespräch und übrigens in jeder Lebenssituation mit dem Rücken an die Wand zu stellen; sie können geschickt und fein entkommen und dabei erweichen sie die allgemeine Spannung, dass keiner sie verfolgen will; übrigens, es ist praktisch unmöglich und ist auf jeden Fall eine ziemlich schwere und undankbare Arbeit, denn die in die Ecke getriebene Fische reagieren so scharmant, dass Sie ein Ungeheuer werden, wenn Sie sie danach nicht in Ruhe lassen.
Die Gefahr für die harmonischen Fische besteht darin, dass sie sich allzu gut in allen Lebenssituationen fühlen, so dass sie keine Kraft (äußere oder innere) unmittelbar zum Evolutionswachstum anstoßt: das ist ein sehr günstiger, aber nicht minder gefährlicher Aspekt. Denn um zu leben und zu atmen brauchen die Fische fließendes Wasser von bestimmter Sauberkeit, wenn aber die harmonischen Fische innerlich passiv sind, finden sie sich mit der Zeit in einem stillen Tümpel ohne Strömung und mit langsam versumpften Ufern.
Die harmonischen Fische haben Fähigkeiten zu Poesie, Musik, allen Künsten mit mystischem und emotionalem Akzent und sind feine Schätzer auf den entsprechenden Gebieten; beim Saturnaspekt sind sie oft in der Architektur begabt. Gleichzeitig haben sie die Neigung zum groben oder feinen energetischen Vampirismus, besonders bei der Mitwirkung mit den Menschen, die irgendwas von den harmonischen Fischen wollen – egal, für sich oder für sie.
Eine elegante Variante des Vampirismus für die harmonischen Fische mit der Neigung zum geistigen Wachstum besteht darin, dass sie sich leicht in ihren Lehrer verlieben, wonach sie seine Energie für ihre eigene emotionale Zwecke erfolgreich benutzen, profanieren und eine nichtexistierende Lehre und Entwicklung imitieren.
Die beschädigten Fische (wenn die im Zeichen stehenden Planeten viele gespannte Aspekte bilden) auf der niedrigen Ebene der Durcharbeitung befinden sich in einem Dilemma: entweder werden sie Opfer von jemanden oder (bei guter Energetik) werden sie selbst zu schwarzen Lehrern. Im ersten Fall scheint es, dass die Fische selbst ihrem Peiniger entgegenkommen: wenn sie harmonischere Variante treffen, meiden sie sie oder demolieren hoffnungslos aus für den Umkreis und für sie selbst unerklärbaren Gründen. Einer ihrer Lieblingsgriffen, die sie benutzen, um relativ saubere Beziehungen und Situationen zu verschmutzen sind unehrliche psychologische Spiele: Nach außen klingt eins, sozial annehmbares und in der Wirklichkeit wird anderes abgespielt, mit voraussehbaren Vorteilen für die Fische. Die solcher Spiele kundigen Fische können die Psychologie des Partners und das Besondere an den Situationen raffiniert berücksichtigen, sie wechseln augenblicklich die Hypostasen des „Ich“ (Elter, Erwachsener, Kind) und sogar die Sujets der Spiele. Das lässt den Umkreis sich im Dreck eingeschmutzt fühlen, obwohl vom Außen her sind die unehrlichen Fische kaum zu tadeln; wenn schon, das ruft ein noch widerlicheres Spiel hervor (etwa „niemand versteht mich, die Arme“ in der Hypostase des Kindes). Eines der Hauptziele der Fische in solchen Spielen ist oftmals die Bestätigung der Lebenseinstellung „Alle Menschen (Varianten: Männer, Frauen, Familienmitglieder) sind Mistviecher!“
Bei starker Beschädigung der Fische (wenn die im Zeichen stehenden Planeten nur gespannte Aspekte bilden) sind verschiedene psychische Krankheiten, Phobien, Neurosen, Eskapismus, Leben in Phantasiewelt usw. möglich. Außerdem ruft die Überempfindlichkeit ins Leben eigene Schutzformen im Bereich von Hysterie bis voller Abstrahierung und Abgang von spannenden Situationen. Als schwarze Lehrer sind die beschädigten Fische fähig zu sehr Vielem, wenn man ihre Leichtigkeit im Kontakten mit der subtilen Welt und Schülern berücksichtigt. Verschiedenartige Meditationen, Gefühlserlebnisse, Trancen, Suggestionen und viel Anderes gehören zu ihrem Rüstzeug, womit sie, oftmals mit den einfachsten Begriffen und Mantras der existenziellen Religionen (etwa Zen-Buddhismus usw.) ausgerüstet, wenden den Blick dem Bewusstsein und aktivieren das niedrige „Ich“ ihrer Schüler.
Die starken Fische können einen Menschen völlig „auffressen“, so dass seine Seele noch bei Leben wegfliegt, Interesse zu irgendwas geht verloren, Energetik vermindert sich fast auf null und in der Welt bleibt praktisch nur ein Roboter, Körper ohne inneren seelischen Inhalt mit leeren gleichgültigen Augen.
Die Durcharbeitung der beschädigten Fische ist sehr schwer, weil unbeachtet ihrer psychologischen Begabungen und Intuition, ist ihnen oft unverständlich, was sie zu tun haben, also muss ein bestimmter innerer moralischer Kern und Ethik erarbeitet werden, dabei ist die herrschende soziale Moral für die Fische in der Regel nicht genügend und in manchen Sachen zu streng. Die beschädigten Fische, wie es scheint, sind für die Liebe erschaffen und durch diese Liebe, oft ziemlich schmutzige, können sie Licht und Sauberkeit tragen, wenn sie nicht sonst wohin von der Strömung getragen werden. Wenn man die psychologische Ganzheit (sogar bei den beschädigten Fischen) und ihre Abneigung zu innerer Quälerei berücksichtigt, dann scheint das Problem des geistigen Wachstums unlösbar; aber hier hilft immer Chiron, der ihre Intuition mit der Praktik verbindet – damit gibt er ihnen Kontrollmittel über der Ahnungswahrheit der Fische, er formt ihre Ethik in praktischen Fragen; und natürlich auch Saturnaspekte (falls im Horoskop vorhanden).
Bei gründlicher Durcharbeitung der beschädigten Fische kann ein hoher spiritueller Lehrer entstehen, der alle Tiefen des Lasters und des Tiefstands der menschlichen Seele gut kennt und der den winzigsten Funken des Geistes im niedrigsten, schmutzigsten und runtergekommenen Menschen sehen und unterstützen kann. Dabei werden die Fische ihn nicht zu einem Heiligen oder sogar einem einfach ehrlichen Menschen erziehen, sondern in einen ausgewachsenen Egoisten zu verwandeln helfen, der raffgierig die sich selbst klargestellten Ziele verfolgt, was im Vergleich zu dem Zustand des entspannten Abschaums ein großer Schritt in Evolutionsentwicklung ist.

Abessalom Podvodny. "Allgemeine Astrologie. Tierkreiszeichen"
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